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Dringend empfohlene Impfungen für Frauen vor Eintritt einer Schwangerschaft („Prepare for pregnancy“)

Einige Infektionskrankheiten (z.B. Röteln, Masern, Feuchtblattern) können sich während der Schwangerschaft von der Mutter auf das Kind übertragen und schwere Erkrankungen oder sogar Missbildung des Ungeborenen verursachen. Es ist daher für die werdenden Mütter sehr wichtig schon vor der Schwangerschaft die erforderlichen Impfungen erhalten zu haben. 

  • Masern, Mumps, Röteln (Lebendimpfung)

Das Röteln Virus kann schwere Missbildungen beim Ungeborenen verursachen, wenn die Mutter in der Schwangerschaft erkrankt: geistige Retardierung, Lungenentzündung, Innenohrschädigungen etc.

Zur Erreichung des vollständigen Impfschutzes ist die Verabreichung von 2 Impfdosen im Abstand von mindestens 4 Wochen im gebärfähigen Alter noch vor Eintritt der Schwangerschaft erforderlich (wenn die Impfungen nicht schon in der Kindheit verabreicht wurden bzw. die Krankheiten noch nicht durchgemacht wurden). Der Impfstoff ist kostenfrei.

  • Feuchtblattern (Lebendimpfung)

Wenn die Mutter kurz vor der Geburt an Feuchtblattern erkrankt steckt sich das Neugeborene bei der Geburt mit dem Virus an. Der Erkrankungsverlauf bei den Neugeborenen kann sehr schwer sein. Auch eine Übertragung des Virus über die Plazenta ist möglich. 

Deshalb wird bei jungen Frauen folgende Vorgangsweise noch vor der 1. Schwangerschaft empfohlen: wenn noch keine Feuchtblatternerkrankung bis dato aufgetreten ist, ist die Verabreichung von 2 Feuchtblatternimpfungen im Abstand von mindestens 4 Wochen erforderlich. In Zweifelsfälle (bei Unklarheiten ob die Erkrankung schon stattgefunden hat) kann eine Titerbestimmung („Blutabnahme mit Antikörperbestimmung“) vorgenommen werden.

  • Hepatitis B

Bei der Geburt kann sich das Neugeborene mit dem Hepatitis B Virus anstecken und selbst daran erkranken. Es entwickelt sich dann häufig über die Jahre hinweg eine Leberzirrhose bzw. auch Leberkrebs. Daher vor der Schwangerschaft den Impfstatus bezüglich Hepatitis B prüfen.

  • Keuchhusten

Kommt es zum Auftreten von Keuchhusten in der Schwangerschaft, so stellt das eine besondere Belastung für die werdende Mutter dar. Durch die ständigen Hustenanfälle besteht auch ein Risiko für die Entwicklung des Kindes.

Keuchhusten ist sehr ansteckend und stellt für die Neugeborenen eine schwere Erkrankung dar. Deshalb sollte man darauf achten, dass im Umfeld des Babys alle Kontaktpersonen (nicht nur die Mutter) sicher geimpft sind.

Die Impfung kann auch in der Schwangerschaft verabreicht werden. Empfohlen wird eine Impfung im 3. Drittel der Schwangerschaft, wenn die letzte Auffrischungsimpfung gegen Keuchhusten zum Geburtstermin länger als 2 Jahre zurückliegt.

  • Influenza („Grippe“)

Influenza Erkrankungen verlaufen bei Schwangeren oft sehr schwer. Eine jährliche Impfung ist notwendig. Die Impfung kann auch während der Schwangerschaft verabreicht werden.

 

Informieren Sie sich bei Ihrem Arzt über diese sinnvolle Maßnahme zur Erhaltung Ihrer Gesundheit und der Gesundheit Ihres Babys!